Arusha National Park, 21.02.2016

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Entspannte Giraffen im Arusha Park

Um 09:00 Uhr holte Joseph, Fahrer und Guide, uns von der Meru View Lodge ab. Schon nach kurzer Fahrt über unbefestigte Straße gelangten wir an den östlichen Eingang des Arusha Nationalparks, wo Joseph uns „einchecken“ mußte – vermutlich unter Anmeldung unserer Namen und zur Entrichtung der Eintrittsgebühren. Ein Stück weiter im Park, nachdem wir an einigen Zebras vorbeifuhren und angehalten hatten um Colobus-Affen bei Turnübungen im Baum über uns zu beobachten, hielt Joseph erneut um uns dem Ranger Michael zu übergeben.

Michael trug nicht nur Rangeruniform und Gewehr sondern für die nächsten zwei Stunden auch die Verantwortung für uns, die wir mit ihm einen Spaziergang durch den Park machen wollten. Wie sich herausstellte, spricht Michael Deutsch und so spazierten wir plaudernd los, vorbei an einer am Wegrand aufgereihten Galerie von tierischen Totenköpfen aus der wir die Größe der einzelnen Arten haptisch erfassen konnten.

Michael, unser Guide.
Michael, unser Guide.

Zum Beispiel sahen wir den riesigen Elefantenschädel mit gut 50 cm Durchmesser. Klar zu erkennen war der verhältnismassig kleine vordere Bereich des Schädels wo das Gehirn des Elefanten liegt. Das restliche Dreiviertel der oberen Schädelfläche wird durch kleine Knochenkammern gebildet, die zwar eine große Oberfläche abdecken somit aber den Schädel insgesamt leicht machen.
Dann liefen wir querfeldein über eine weit offene Grasebene die durch ansteigende Hügel in Richtung Mount Meru begrenzt wurde. Durch die Ebene schlängeln sich Rinnsale, die sich mal vom Bächlein zum Flüßchen auswachsen, mal in Schlammgruben versickert, in der sich Tiere gern wälzen um die Insekten auf ihrer Haut in Schach zu halten. Diese Schlammpfützen sind schon von weitem erkennbar an den besonders grünen Gräsern, die an diesen Stellen wachsen. Michael wollte beim Springen über die Rinnsale den Unterschied zwischen „Bach“ und „Fluß“ wissen.
Mit gebührendem Abstand von etwa 100 m spazierten wir an einer ruhig grasenden Kaffernbüffelherde und an einigen flink darum herumwieselnden Warzenschweinen vorbei. Wir liefen auf eine Ansammlung von Akazienbüschen am Rand der ansteigenden Hügel zu, aus der plötzlich drei Giraffenköpfe herausragten, die neugierig und samtäugig in unsere Richtung blickten. Sie ließen sich trotz unserem Näherkommen beim Wiederkäuen nicht stören, nur der älteste Giraffenbulle erhob sich dann vorsichtshalber aus seiner Sitzposition als wir nur noch wenige Meter entfernt waren.

P1020035Michael erklärte, daß diese Drei Jungbullen seinen, erkennbar an noch recht dunklen Flecken im Fell und an den zwar sichtbaren aber noch nicht sehr ausgeprägten kleinen Höckern auf dem Nasenbein. Außerdem unterscheiden sich die Bullen von den Weibchen durch ihre Hörner zwischen den Ohrmuscheln, die bei den Bullen durch mehr Horn als Haar gebildet werden. Hinter den Akazienbüschen ersteigen wir im Schweiße unseres Angesichts und ich mit erhöhtem Herzklopfen über eine recht steilen Pfad eine Hügelkette von der aus Michael einen schönen Rundumblick versprach. Auch wenn ich völlig außer Atem war – Arusha liegt bereits ca. 1.500 meter über dem Meeresspiegel: Der kleine Aufstieg lohnte sich, den Blick noch einmal über den durchwanderten Ausschnitt des Parks schweifen zu lassen, die weite Grasebene, die Tiere und die Berge dämpfig im Hintergrund.

 

Tiere, die wir gesehen haben:
Kaffernbüffel: https://de.wikipedia.org/wiki/Kaffernb%C3%BCffel
Zebras, Warzenschweine, Giraffen, Colobus Affen, Blauaffen.

Arusha Park
Arusha Park

Landschaft: Der Arusha-Nationalpark umfasst hauptsächlich den 4562 m hohen Berg Mount Meru, einen erloschenen Vulkan, mit dem Kleinen Mount Meru (3801 m) und dem Ash cone (Aschenkegel) sowie den Ngurdoto-Krater mit seinem feuchten, teils sumpfigen Grund und die kleine Serengeti. Zwischen dem Mount Meru und dem Ngurdoto-Krater befindet sich das Gebiet der Momella-Seen, welches von Sümpfen, Grasflächen und Bergwald geprägt ist. Die Berghänge sind von tropischem (Berg-)Regenwald und Nebelwald bewachsen. Der Park ist 137 km² groß und liegt auf 36° 50′ O und 03° 15′ S. Die Höhe variiert von 1500 m am Eingang bis 4562 m am Gipfel des Meru. Der Jahresniederschlag beträgt in den tiefen Lagen 600 bis 1300 mm, in den höheren bis zu 2400 mm. (Aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Arusha-Nationalpark)
Übernachtung in Arusha, Meru View Lodge, DZ inkl. FS, 70,- USD
http://www.african-view.com/deutsch/lodges/meru-view-lodge/meru-view-lodge.html

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